Es begab sich aber zu der Zeit
25.12.2009
glanz & gloria


Und es begab ich aber zu der Zeit...

...da feierte die Christenheit unterm Weihnachstbaume, ganz besinnlich, die Geburt einer Romanfigur. Sie beschenkten sich reichlich, die Christenmenschen. So bekam der Herr Vater wollene Fußbeutelchen, die Frau Mutter ein heilig‘s Rohr aus feinstem Latex. Die Tochter bekam ein silbern Ringlein für‘s Geschlechte während Herr Sohn mit seinem neuen Dolche spielt.

Am ersten Tage dieses Festes, aber, öffnet sich ein seltsam Stall. Glanz & Gloria ist er geheissen und seltsame Könige, aus allen Tempeln und Palästen des Landes versammeln sich dort ihn mit absunderlicher Musik zu füllen. Aus Colonia, Hamburgum und Berlinstens strömen sie herbei, die Taschen voll mit Platten und Gerät und scharen sonderbare Jünger um sich. Jünger, die da zappeln werden wie ein Sklavenheer, gepeitscht vom Beate der seltsamen Könige. Bis in den grauen Morgen wird man sie sehen, tanzen und schrei‘n, ihr Hab im goldnen Trank versenkend.

Die Könige herrschen, nur diese Nacht! Und‘s Sklavenheer ist um Verstand und Schlaf gebracht.



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